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"Insha Yallah" Marathon des Sables 2000

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Ein Bericht von Erwin Bittel
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Inhaltsverzeichnis

Einleitung Die Anreise Der Tag vor dem Start Team Bittel

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Einleitung

Der Marathon des Sables ist der bekannteste und mit der härteste Abenteuerlauf der Welt. Er führt in sechs Tagen auf 220 Kilometern durch die Gluthitze der marokkanischen Sahara. 
Bei diesem Lauf durch eine der letzten Urlandschaften der Welt wird den Teilnehmern auch das letzte an Kraft abgefordert. 
Die unmenschlichen Strapazen über riesige Sanddünen und  nicht enden wollende Geröllhalden der Steinwüste stehen nur die durch, die körperlich fit und psychisch fest sind. Wer es dann auch noch schafft, zwischen Körper und Geist eine absolute Harmonie zu erzeugen, der gehört dann zu den "Geweihten", die diesen Ultramarathon so erhaben und leicht durchstehen wie Erwin Bittel, der hier von seiner Teilnahme im Frühjahr 2000 berichtet.

Aber lassen wir nun Erwin Bittel, der erfolgreicher Unternehmensberater und nicht minder erfolgreicher Marathon- und Ultramarathonläufer ist, zu Wort kommen:

Die Anreise

Ich sitze jetzt im Zug zum Abflughafen.

Die Ellbogen gestützt auf meinen sorgsam gepackten Rennrucksack neben mir, so fahre ich dem entgegen was da kommt. 
Er ist mein Begleiter. Ein stummer, ein treuer. Wortlos aber zuverlässig. Ein Reiter, der sich leicht zu machen versuchen wird. Gelbschwarz. Mager. 
Zu uns leuchtet die fränkische Sonne kraftvoll und farbig übers Land. Für mich? Irgendwie schon. Sie strahlt mir tief in die Augen. 
Die Büsche und Sträucher lassen sich regungslos wärmen und erwarten geduldig den Frühling. Und ich fahre der trockenen spröden Hitze entgegen. Voll innerer Ruhe und Zuversicht. Ich vertraue mir und meinem Körper. Was auch kommen mag, ich werde es zuende bringen.

Warum ich wohl so etwas unternehme? Ob ich jemand etwas beweisen müsse? 
Oder mir selbst? - Anfangs war ich mir selbst nicht bewusst, was mich zu diesem Extrem-Event zieht. Doch langsam wurde mir klar was es war. Nicht der Ehrgeiz. Ein alter Traum aus meiner Jugend war der Auslöser, dass ich vor länger als einem Jahr vor dem Stand auf der Messe stehen blieb und das Video verfolgte. Irgendwas regte sich damals in meinem Bauch. Immer schon wollte ich die Wüste sehen. Und Wüste war für mich gleichbedeutend mit der Sahara. Natürlich hatte ich wirklich nicht daran gedacht, dass ich einmal dort tagelang rennen würde. 
Doch warum nicht? So habe mich entschieden.

Ich bin unterwegs und mir nicht richtig bewusst. Dort werde ich alleine sein. Alleine beim Laufen. Und alleine das Ziel schaffen. Doch viele Freunde werden auf dem Weg dabei sein. Soviel weiß ich schon jetzt. Und während dem Laufen will ich alles versuchen zu erfassen und aufzunehmen. Besonders das Licht. Bewusst und körperlos, aufmerksam und beobachtend. So will ich sein. Reisend durch die Sahara. Wüste. Was heißt eigentlich "Sahara"?, kommt mir in den Sinn.

Endlich kommen wir in Ouarzazate an. Es war ein problemloser Flug. Am Sternenhimmel sehe ich keine Anzeichen von der Besonderheit des Kommenden. Was mag wohl kommen? Ich ziehe die Augenbrauen hoch und denke dabei sofort unweigerlich "Insha Allah". Ich warte geduldig und bin noch müder als heute Morgen. Verlorene Blicke in der Warteschlange. Die Passkontrolle im etwas heruntergekommenen kahlen Flughafen könnte etwas zügiger voran gehen. Für uns ist es fast 3:00 Uhr morgens bis das Gepäck langsam auf dem kleinen Band ankommt. 
17 Grad zeigt das Flughafenthermometer.

Der Tag vor dem Start

Ich bin im Wüstencamp genannt "Biwak".

Ich lasse das Frühstück, warte lieber bis die kalte Nacht weicht. Dann krabble ich in den Tag. "Hallo großer Sandspielplatz", fällt mich morgendliche Ironie an. Axel, längst vom Essenszelt zurück grinst mich an. Michael fragt wie es mir geht. Wir sinnieren eine Weile über wie das wohl morgen werden mag mit dem Sand und dieser mittlerweile unerträglichen Hitze.

Jetzt warten wir mittags im Schatten der schwarzen Zelte aus Säcken auf die Kontrolle unserer Pflicht-Ausrüstung. Keine Wolken, nur wenig Wind. Ab und zu taucht eine unaufdringlich fragende TV-Kamera auf. Irgendwann sind nach Startnummern aufgerufen endlich Markus, Michael, Axel und ich dran. 
Wie viel wiegt jeder Rucksack? 
Genau geprüft wird das Essen. Wo sind all die vorgeschriebenen Dinge wie Signalspiegel, Messer, Desinfektionsmittel oder die Taschenlampe mit Ersatzbatterie? Dann erhalten wir das graue Road Book, die schwere gelbe Signalrakete und eine Alufoliendecke. Es ist so heiß und spröde trocken. Aber es ist noch erträglich, solange ich ohne Bewegung im Schatten sitze. Leichter Sand überzieht alles. Die Wasserflaschen, die Haare, die Haut.

Noch einmal gibt es Warteschlangen und gute französische Küche für uns: die Küche ist überraschend vielfältig, hier draußen. Wir sitzen auf Matten voller Flugsand, im Schneidersitz an kleinen Tischen in den weißen Zelten und entpacken das Essen was uns gegeben wird. Unsere Reisetaschen haben wir nachmittags abgegeben. Und alles was wir nicht zum Wüstenlauf brauchen ging damit fort. Morgen früh werden wir aufwachen, nichts an und mit uns als das was wir die nächsten sieben Tage haben werden. Für mich meine tausend Mal überlegte Ausrüstung im gut getesteten Rucksack. Gezählte und gewogene Kalorien nach Vorschrift, Kleidung und meine leichten Mokassins für abends nach dem Laufen. Ich blättere das Road Book durch in dem jede Etappe genau beschrieben ist, wie viel Geröllpiste, wann die Sanddünen kommen, welcher Himmelsrichtung wir folgen müssen. Ob mein kleiner Kompass ausreicht? Ich beobachte die anderen Gesichter im Zelt. Was sie wohl denken? Michael, Markus, Axel und Inge, die wie ich hier erstmals mit dabei sind. Mit großen Ohren nehme ich alles auf was die Erfahrenen zur Streckenbeschreibung kommentieren. Dünen mögen schön klingen, sind aber ermüdend. Vielleicht könne man darum herum laufen? Mulmig ist mir schon zumute. Doch bald dominiert die Vorfreude in mir.....

Fortsetzung folgt...

E-Mail des Autors Erwin Bittel: Erwin.Bittel@t-online.de

Copyright des Berichtes: Team Bittel

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