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Das Mountainbikerennen kult!-bike-night 2008 - Wie sich für Fahrrad - Fans einzigartige Momente im menschlichen Gehirn festfressen können - von Oliver Schweizer

Noch immer ist nicht eindeutig geklärt, warum sich einige Erlebnisse unwiderruflich im menschlichen Gehirn festsetzen und das meiste schon nach einigen Momenten wieder vergessen wird. Liegt es an den einzelnen Teilbereichen des Gehirns, sind Synapsen dafür verantwortlich, oder die Zahl und Art der Windungen?
Fakt ist jedoch, dass bei einer Veranstaltung auf der schwäbischen Alb in den letzten Jahren sich ein bekanntes Phänomen gehäuft hat. Ungewöhnlich viele Teilnehmer berichten von Bildern, die sie einfach nicht wieder vergessen können und dass die Widerholung von den dabei erlebten Glücksmomenten schon fast suchtartige Ausmaße annehme. Wie nun dies zu erklären ist, oder welche Ursachen hierfür verantwortlich sind, will ich aus meiner Sicht auf den Grund gehen.

kult!-bike-night 2008

Laufen - Spaß und Freude

Bei der kult!-bike-night handelt es sich um ein Mountainbikerennen, das zum größten Teil in der Nacht ausgetragen wird. Der besondere Modus, der nicht die Streckenlänge, sondern die Dauer begrenzt, weil es sich um ein 4-Stunden-Rennen handelt, ist bereits das erste Indiz für ein nicht alltägliches Sportereignis. Ursprünglich als Staffelrennen angedacht, bei dem 3 Sportskameraden sich der Aufgabe stellen, avancierte es mehr und mehr auch als Spielplatz für extreme Einzelfahrer. Getreu dem alten Motto: „ Es kann nur einen geben!“ beißen diese harten Jungs nicht nur auf die Zähne, sondern so mehr und mehr, wie auch in diesem Jahr mächtig auf Matsch und Schlamm.

Warum ein jeder dieser Biker sich diese Herausforderung annimmt, verstehen wohl eh nur Insider, basiert aber meiner Meinung nach immer auf der selben These. Unser Gehirn speichert ständig bewusst oder auch unbewusst alles ab, was der Körper so erlebt. Das heißt Bilder, Geräusche, Gefühle, Stimmungen, einfach alles. Was ist nun, wenn Bilder von einer einzigartigen Strecke, der Jubel und die Anfeuerung der Zuschauer gepaart mit fetten Beats rund um die Strecke, der Schmerz in der Wade, das Knirschen von Sandkörnen im Mund, Lichtreflexe durch Licht und Schatten Wechsel-Scheinwerferlicht und Mondschein, das Keuchen des Konkurrenten, der gerade am Berg abgehängt wurde, das Glücksgefühl bei dem Sieg über sich und die Mitstreiter in einem orgasmusartigen Erinnerungsbündel zusammengefasst abgespeichert werden? Meine These hierzu ist, dass es gerade diese Erinnerungsbündel sind, die bei den Fahrern nicht nur dieses suchtartige, immer wieder an diesem Rennen dabei sein zu müssen, sondern auch noch zu wahren Höhenflügen im Alltag führen können. Denn wie ist es wohl, wenn gerade diese Sportler im Alltag in einer Stresssituation, wie zum Beispiel in einem Streitgespräch mit Vorgesetzten, diese Erlebnisbündel einfach gedanklich abrufen, alle Glückshormone, die mit diesem Ereignis verbunden sind, ausgeschüttet werden und der Sportler seine innerliche Befriedigung durch Gelassenheit erlebt? Wäre hier dann nicht ein Ansatz, solche Veranstaltungen auf Rezept zu verordnen, schon allein im Sinne der volkswirtschaftlichen Aspekte?

Sicher ein eher unwahrscheinlicher Ansatz, doch wer einmal bei diesem Ereignis dabei war, sei es als aktiver kult!-night-biker, oder als Betreuer oder einfach nur als faszinierter Zuschauer, kann sicher dieser Argumentation folgen. Durch die technisch anspruchsvolle und ausschließlich durch Wald und Flur verlaufenden kurze Runde sind Fahrer, Betreuer und Zuschauer eng miteinander verbunden. Eigentlich hat man ständig das Gefühl auf einer riesigen Outdoorparty zu sein, denn überall schallen Beats aus den Boxen, das Fahrerlager gleicht einem Ameisenhaufen aus schlammigen Bikern und die aufwendige Zeitmessung gepaart mit der Grossbildleinwand versorgt alle permanent mit Bildern von der Strecke und mit allen wichtigen Fakten wie schnellste gefahrene Runde und den aktuellen Stand. Ein Blick auf die Homepage der Veranstalter zeigt nicht nur die Bilder aller Rennen und die Ergebnislisten, nein auch das Forum ist ein stichhaltiger Indiz für diesen Effekt.

In diesem Jahr einzigartig war nicht nur die Teilnahme von diversen Einzelfahrern, bei denen Axel Müller mit 49 Runden sogar noch die Top10 knacken konnte, sondern auch Romy Schmid. Die 13-jährige, die noch beim BRD-Sichtungswettkampf Platz 4 belegte, kämpfte sich hier mit Ihrem Team auf Platz 8. Der Gesamtsieg der 3-er Wertung ging an das Team Aktive3.de mit Jürgen Appenzeller / Silvester Weinmeyer / Norbert Schimpf und das Team Trailsurfer mit Matthias Rommel und Thomas Jesko waren bei den 2-er Teams nicht zu schlagen.

Ob nun die These der unwiderruflich gespeicherten Ereignisbündel tatsächlich bestätigt werden kann, werde ich bei der Veranstaltung 2009 prüfen und meine Studie vervollständigen. Wenn auch nicht alle Fakten medizinisch fundiert sind, sehe ich meine Studie unter dem Motto, der meisten Kultnightbikern: Alles geben, wenn´s auch net viel ist und dabei Spaß haben - aber richtig!

E-Mail an Oliver Schweizer

Links

Internetseite des Veranstalters der kult! - bike - night

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